Sommer. Sonne. Sonntag. Sangria. Spaghetti. Schwitzen. Sterben.
Letzter Fahrrad- und gleichzeitig anstrengendster Tag, denn ich wollte nicht nur in die „Berge“ und anschließend das Rad abgeben, sondern eine kleine Wanderung stand ebenfalls noch auf meinem heutigen Plan.
Einen ColL bezwingen
Hier in der Niederungen der Kölner Bucht gibt es ja kaum Berge, vielleicht mal ein Hügelchen. Oder eine Brücke. Und ich gebe es gern zu, dass ich am liebsten gerade fahre. Daher hat mich die letzten beiden Tage bereits die Einfahrt nach Sol de Mallorca an meine körperlichen Grenzen gebracht und ich schob regelmäßig mein Rad.



Heute aber! Coll de n’Esteve. Mallorca-Bergfeeling, zumindest für Anfänger. Jeder Höhenmeterjunkie lächelt da nicht mal drüber, denn es geht nur 242 Meter hoch, bei maximal zwischendurch 8% Steigung und auch nur über zwei Kilometer. Aber durch eine tolle Landschaft, mit Serpentinen und ohne Autoverkehr. Dafür haben mich zehn Rennradler überholt, wahrscheinlich auf ihrer Aufwärmrunde 🙂



Der krönende Abschluss meines Mallorca-Fahrrad-Erlebnisses, denn die restlichen 13 Kilometer ging es nur noch bergab bis nach Peguera, wo ich mein Fahrrad einfach in einem Blechverschlag abgeben konnte. Tschüss Canyon. Es war nett mit dir.
Die heutige Tour bei ➡️ Komoot:
Spaziergang
Da saß ich nun mit Spaghetti und Sangria am Pool und war mir zuerst nicht sicher, ob ich die geplante Wanderung zum Faro de Cala Figuera wirklich machen sollte. 33° C und schlappe Schenkel vom Vortag ließen mich leicht zweifeln.
Aber man kann ja nicht den ganzen Tag mit Power-Chillen verbringen, also Rucksack mit Wasserflasche und ein paar Riegeln packen, Sonnencreme satt auf die Haut und es ging los in Richtung Küste, wo ich vor zwei Tagen noch mühsam mein Rad schieben musste. Ein einsamer Spaziergang war das zunächst nicht, denn jedes kleine Stückchen Strand war belegt. Handtuch an Handtuch, ein Schwitzi-Körper neben dem anderen.
Die vorab geplante Strecke ging teilweise ziemlich steil die Abhänge rauf und runter, bis zum Plateau auf 45 Meter, ab dann plötzlich niemand mehr unterwegs war. Der Weg war steinig, aber noch vorhanden. An der Bucht Cala Figuera verließ mich dann sowohl Komoot, als auch ein erkennbarer Weg und ich bemerkte nach einer kleinen unverantwortlichen Klettertour, dass ich besser umdrehen und einen langen, dafür sicheren Umweg nehmen sollte.
Nach fünf Kilometern erreichte ich mein Ziel, den schönen Leuchtturm Faro de Cala Figuera. Leider nicht zugänglich weil militärisches Sperrgebiet, aber die Aussicht war grandios.
Zu diesem Zeitpunk hatte ich bereits den Großteil meines Wassers verbraucht und ich machte mir bereits Sorgen, dass es für den Rückweg nicht ausreicht, weshalb es zurück durch den schattigen Wald ging.



Nach weiteren drei Kilometern dann erste Anzeichen von Zivilisation in Form einer asphaltierten Straße und wenig später eines kleinen Restaurants inklusive Ausblick auf den Nackt-Strand. Ich würde den Tag also überleben und nicht als mumifizierte Leiche enden 😉
Den restlichen Nachmittag verbrachte ich dann aber tatsächlich im Pool und am nächsten Tag ging es wieder zurück ins kühle Deutschland.
Mein Ausflug bei ➡️ Komoot:
Wiederholungsgefahr?
Und? Würde ich es nochmal machen? Natürlich hatte ich Glück mit dem Wetter, und dass ich das große Haus für mich allein hatte. Allerdings liegt Sol de Mallorca auch ziemlich abseits und hat nichts zu bieten und für zukünftige Rad-Touren müsste ich größere Schlenker einplanen.
Gesamt war es ein sehr entspannter Kurz-Urlaub mit etwas Arbeit dazwischen. Workation at its best.
